Visual Cube

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Nachdem feststand, dass dem Event ein besonderer Status innerhalb des Gesamtkonzepts zuteil werden soll, fiel die Entscheidung den Besuchern etwas zu bieten, das sie das Thema solo nicht nur inhaltlich intensiv erleben lässt. So enstand die Idee des Visual Cube: Vier Leinwände, von denen drei jeweils durch einen Beamer mit Bildern bespielt werden, dazu eine leistungsstarke Tonanlage, die die Besucher mit der zugehörigen Soundkulisse beschallt.

Die visuelle Darstellung der Solo-Gesellschaft erfolgt in Form von mit Ton kombinierten Bewegtbildern, den sogenannten Visuals. Diese bestehen zum größten Teil aus reinen 2D-Standbildern bzw. einfachen Fotos, denen mithilfe verschiedener Animationen Leben eingehaucht wird. Sie greifen auf abstrahierte Weise verschiedene Elemente des gesellschaftlichen Abstiegs auf, so zum Beispiel die zunehmende Individualisierung oder die schleichende Hypersterilisation. Das stetige Wechselspiel zwischen hektischen, lauten und entspannten, ruhigen Sequenzen spiegelt hierbei die ambivalenten Aspekte von solo wider: Leistungsdruck und Hektik im täglichen Leben alternieren mit der Einsamkeit und Abschottung im eigenen Heim.

Der „Insasse“ des Cubes wird audio-visuell und räumlich vom Rest des Events abgeschottet, während seine Sinne von allen Seiten mit Ton- und Bildreizen stimuliert werden. Einerseits soll dadurch die omnipräsente Reizüberflutung, andererseits die Isolation des Menschen in der Solo-Gesellschaft auch auf emotionaler Ebene transportiert werden. Der Besucher erhält so die Möglichkeit die Abkapselung des Solisten innerhalb der vier Wände intensiv nachzuempfinden.