Individualismus

Die Freiheit des Einzelnen – die Geißel der Gesellschaft

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Der bereits heute erkennbare Trend zu einer auf das Individuum zugeschnittenen Gesellschaft – die Vormachtstellung eines individuozentrischen Weltbilds – findet seinen Höhepunkt in der Mitte des 21. Jahrhunderts.

Die Menschen entfalten durch ihre Abschottung von der Außenwelt ungeahnte kreative Kräfte, welche die Individualisierung, somit jedoch auch die Isolation des Einzelnen, weiter vorantreiben. Trends und Moden als Massenphänomene hören auf zu existieren. Alltägliches wie Kleidung und Mobiliar wird in Eigenregie kreiert. Komplexere Güter werden dem Markt in Kleinstserie oder als Einzelanfertigung zur Verfügung gestellt.

Resultat ist eine Gesellschaft, in der das Individuum keinerlei Rücksicht auf seine Mitmenschen nimmt. Der alles überschattende Drang eigene Ziele und Vorstellungen zu verwirklichen – gefördert durch die urbane Enge – mündet schließlich in der totalen Verwahrlosung des öffentlichen Raums. In einer Gesellschaft, deren Hauptaugenmerk darauf gerichtet ist, sich eindeutig von anderen abzugrenzen, wird trotz des Lebens auf engstem Raum das Einzelgängertum gefördert.